[Nick] Cassavetes.

The Nick Cassavetes Show.

I‘ve always been a great fan of the films by John Cassavetes. His films made, next to Anna Magnani, Gena Rowlands my fave actress. Just love her presence & intensity in the movies of her husband.
Next to Alexandra and Zoe Nick is the third child of John Cassavetes and Gena Rowlands. Nick is an actor, writer and director himself and cos of my admiration of his parents i gave three of his films a shot.
First one was John Q (2002) with Denzel Washington and probably the worst one to start with. Nick is obviously influenced by his fathers cinema verité but he reduces it to absurdity and this film is the best example for it: overwhelming emotional-affectionate cliché cinema (long live sloganism!).
Alpha Dog (2006) with Justin Timberlake which is his most recent work was the next one to examine and this is high quality medicore shit. Probably his biggest film and it doesn‘t take long to realize it’s a safe bet. He might have had a capable producer this time, someone who took care that everything is just smooth: consistent characters, glossy pictures, groovy music and “quality” camera work. If it wasn‘t for the fascinating Anton Yelchin (Zack Mazursky – the hostage), his fine acting but also his voice and apperance in general there would be no reason to watch this movie except for a quick sunday afternoon entertainment.
The last one in line is The Notebook (2004) starring Gena Rowlands. It’s a cliché movie again but at the same a very strong love story. It’s hard to escape the passionate and tragic love affair, their ardent love when they first meet as teenagers, the pain when class tears them apart and finally when they meet again after years. It’s part of the cliché but also one of the strengths of this film that you can really feel the presence of their love and at the same time how fragile it is…
Nick Cassavetes directed to two more movies which i‘m going to see soon (one is with Gena Rowlands again) and then i‘ll give another sprout of the Cassavetes-Rowlands Clans a try, Zoe R. Cassavetes and her feature debut Broken English with Gena Rowlands and Peter Bogdanovich.

PS: I‘ve been on narcosis earlier today – might still be under THE influence.

Kurz Film Festival Hamburg

Heute habe ich das erste mal die 4 (5) Ausgaben unseres Sagacity-Zines aus dem Regal genommen und darin geblaettert. Muss zugeben, ich bin schon ein wenig ueberrascht, dass nicht alles Scheisse ist (ist doch alles schon sooooo lange her!), was ich „damals“ geschrieben habe. Der Text ueber Walter Serner, die beiden Erinnerungsbilder Kino und TV, einige Interviews – sind durchaus ein paar gute Sachen dabei.
Wenn es interessiert--> SAGACITY

Morgen beginnt das 23. Kurz Film Festival in Hamburg und da ich diesmal leider nicht dabei sein kann, gibt es einfach einen kurzen Text, den ich ueber die 2004er Ausgabe fuer das Sagacity geschrieben hatte.
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20. internationales kurz film fest in hamburg

Glotzen bis die Augen vierekig sind. 20. Internationales Kurz Film Fest Hamburg, 9. – 14. Juni 2004.

Der Hang zur Masslosigkeit muss unbedingt mit rein, in das Buch meiner 10 wichtigsten Charaktereigenschaften. Exzessiv Filmeglotzen ist eine Artikulation meiner Masslosigkeit. Auch eine, die schon am laengsten und ohne, wie viele andere Leidenschaften, fuer laengere Zeit vollends von der Bildflaeche verschwinden, um dann genau so unvermittelt sich wieder Bahn zu brechen.
Zum hemmungslosen Glotzen sollte das Hamburger Kurzfilmfestival auch dieses Jahr wieder genuegend Moeglichkeiten bieten. Mehr als 350 Filme, verteilt auf 10 Kategorien und 6 Tage. – Das parallel laufende Kinderfilmfestival „Mo und Friese“ konnte ich mir leider nicht ansehen. – Aber irgendwie, war das dieses Jahr nicht so richtig toll. Nicht, dass ich nicht ausgiebig Gebrauch vom Festivalprogramm gemacht haette, von 17Uhr30 bis nach Mitternacht war ich immer in einem der 4 teilnehmenden Kinos anzutreffen. Bloss, Quantitaet ist ja dann doch nicht alles. Aber fangen wir ganz am Anfang an, der Eroeffnungsveranstaltung, da nahm das Uebel naemlich auch schon seinen Lauf. Die Senatorin der Stadt Hamburg hielt eine pathetische, von Phrasen nur so strotzende Rede, in der sie das Festival und den Kurzfilm ueber alles lobte, mehr Kohle versproch versprach sie auch noch. Dass sie jedoch wahrscheinlich noch nie ein Programm mit guten Shorts gesehen hat, wurde spaetestens klar, als sie vom Kurzfilm als einer schoene Vorstufe zum Langspielfilm sprach – das erregte beim alten Animationshasen Franz Winzentsen und mir energischsten Kopfschuetteln. Und der Rest des Publikums?, verzog keine Miene. Hatten sie das etwa nicht gehoert? Die Degradierung des Kurzfilms zum Anbiederungsprodukt an dicke Produktionsfirmen, das grosse Geld, der schnelle Ruhm! Oder kannten sie Frau Senatorin vielleicht schon und nahmen das hohle Geschwafel eh nicht so ernst? … Es sollte nicht lange dauern, bis mir vollends klar wurde, dass das Publikum das allerschlimmste an diesem Festival und dem Film ueberhaupt ist. Der Grundstein fuer die Stoerung meines Glotzvergnuegens war gelegt. Warum gehe ich auch zu dieser offiziellen Veroeffnungsverstaltung!?!
Vor jeder Vorstellung, die etwa 90 Minuten dauert, laeuft der Festivaltrailer. Letztes Jahr war das ein fetziges Ding mit toller Musik, Heuer, ein eher troeges Teil mit dem Charme einer Naktschnecke. Zusaetzlich wurde dieses Jahr vor jedem Programm noch ein selten daemlicher Greenpeace-Spot gezeigt. Darin traellert es irgendetwas von „Man muesste noch mal 20 sein“, zu alten Aufnahmen von Protesten in Brokdorf. Es soll mit diesem Ding fuer Greenpeace Engery geworben werden, denn „der Kampf fuer die Umwelt geht weiter!“
Der Kampf geht weiter, und vor lauter Blutdurst, in die voellig falsche Richtung. In Richtung: „Made in Hamburg“ und „Internationaler Wettbewerb“. Dabei wusste ich doch bereits von Schlacht Nr.19, der Entscheidung am Hamburger Berg, dass die meisten Gefangenen bei „No Budget“ und „Virtuelles Licht“ zu machen sind. Letztes Jahr gesellte sich noch die geniale Retrospektive Von Filmen Franz Winzentsen dazu, dessen DVD, „Der Porzellanladen“ waermstens empholen werden kann. So war es dann auch dieses Jahr, in den Hauptkategorien liefen die Filme, welche Frau Senatorin wohl zu Begeisterungsstuermen animiert haetten: Kleine scheiss Filme, wie „Juergen in seinem Passat“, richtig spassig und mit einem Schuss en vouger Politik-Platituede, wie Juergen, der der weiss, dass die Banken eh schon zu viel Geld haben und auch noch die Leute abzocken – fuer so viel Ckeverness gibt’s, na?, natuerlich, einen Preis, den „Hanse Short 2004 Jurypreis“. Wenn ich schon einmal bei den Preisen bin, alle Publikumspreise, derer 4, gingen an spassige Filme. Ha Ha! Es waren auch nicht alles Filme in „Made in Germany“, „Flotter Dreier“ und „Internationaler Wettbewerb“ schlecht, 6 aus 8 aber schon und das genuegte, um mich vor weiteren Vorstellungsbesuchen zurueck schrecken zu lassen. Selbst in der „No Budget-“ Kategorie lieft diesmal mehr Scheiss, tolle Filme auch, wie „Mr. Moth“ – auch wenn der Regisseur selbst den Film fuer ein kleines, doofes Schulwerk haelt und jetzt lieber Musikvideos dreht –, insgesamt jedoch waren die Filme bei weitem nicht auf dem Niveau des Vorjahres!
Fuer eine positive Ueberraschung sorgte noch das Jubilaeumsprogramm, 5 aus 8 Filme waren Volltreffer, allen voran der beeindruckende „The Death Train“ von Bill Morrison.
Am Schluss blieb trotz allem wieder das Gefuehl, viel zu wenig gesehen zu haben, zu wenig gutes, aber auch generell nicht genug. Von 17Uhr30 bis, na, so 00Uhr30, dass waren dann 3 Programme mit einer jeweiligen reinen Filmlaufzeit von 1,5 Stunden, macht zusammen: 4,5 Stunden – Ben Hur mit Pinkelpause, mehr nicht. Davon wird kein Auge vierekig , nicht mal ansatzweise! Aber naechstes Jahr, da klappt’s bestimmt mit der Quadratur des Kreises…des Ovals. Fuer anreisende Erstbesucher/Innen, ohne Vorkenntnisse in der Hamburger-Kinolandschaft, sei das „Lichtmess“ empfohlen, sehr angenehme Atmosphaere und „Internationaler Wettbewerb“ laeuft da auch nicht.
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Mr. Death

short note on:

Mr. Death: The Rise and Fall of Fred A. Leuchter, Jr.
[1999 / Regie: Errol Morris]

Errol Morris‘ film is a lot from different from the documentaries reviewed below. Mr. Death: The Rise and Fall of Fred A. Leuchter, Jr. is as one comment on imdb puts it „on of the best examinations of a person’s life committed to film“. I think that’s true. From the 2 movies i know Morris appears to be kinda maniac. The Fog of War (2003) is crazier than this one, but even in this earlier film (1999) one can literally feel the hours and hours Morris put into creating the film, including all the different ideas he had. In Mr. Death music is very important, important in accentuating the themes. One can hear real empathic music, ringing the bell. Then you have the fancy pictures. Lots of noirish (Film Noir) ones, some real stylish ones when Leuchter is interviewed (it took me half the film to get rid of idea that this is a fake documentary and the person questioned is no one else but Morris himself!), manipulation of color, slow-motion etc. It works very well at times! For instance the shots on the highway. The combination of b/w pictures with cross-fade is just perfect for this metaphorical scene. One can pretty much feel the situation this man is in.
For a summary of the plot just go to the imdb page.

IMDB

Kz

Kz
[2006 / Regie: Rex Bloomstein]

Das in Oberoesterreich gelegene Konzentrationslager Mauthausen war ein KZ der Kategorie III („Vernichtung durch Arbeit“). Zwischen 1938 und 1945 starben in Mauthausen und seinen zahlreichen Nebenlagern etwa 100000 Menschen.

Bloomsteins Dokumentation ueber die Stadt und das KZ Mauthausen bewegt sich sehr langsam, ueberlegt. Es gibt keine visuellen Effekte, Animationen, schnellen Schnitte oder dramatische Musik. Auch verwendet er kein Archivmaterial und befragt keine Ueberlebenden(1) – „The film is more interested in how the past intrudes on the present, and ultimately, the future.“(2)

Der Film beginnt mit einer Reisegruppe, die noch einen Bummel durch eine andere oesterreichische Stadt zu machen scheint, bevor das naechste Ziel, „KZ Mauthausen“, auf dem Programm steht. Im Bus faehrt die Kamera direkt mit bis vor die Tore der KZ-Gedenkstätte. Sofort denken wir an „Holocaust-Tourismus“ und in der Tat wird dieses Phaenomen im Laufe des leider viel zu kurzen Films noch mehrere Male zu beobachten sein. Beobachten koennen wir auch eine Schulklasse. Die SchuelerInnen sind beim Betreten des Gelaendes entspannt, teilweise scherzen sie, unterhalten sich locker. Kurz nach Beginn der Fuehrung hat sich das voellig veraendert. Die Kamera beobachtet mit sehr langen, man moechte fast sagen „intimen“, Einstellungen, den Ernst, das Nachdenken, das Grauen, das sich auf den Gesichtern der SchuelerInnen abzeichnet. Geleitet werden die Fuehrungen von Zivildienstleistenden und mindestens noch einer weiteren Person, die auch noch viel ueber die Stadt und das KZ zu berichten weiss.
Im Laufe des Films folgt die Kamera noch weiteren Schulklassen und „Erwachsenengruppen“ und laesst den Zuschauer praktisch selbst an der Fuehrung teilnehmen.

Einen weiteren Teil des Films stellen die Interviews mit EinwohnerInnen der Stadt Mauthausen dar. Grundtenor dabei ist: Das Leben muss weitergehen. Dies sagt ein Ehepaar, das im Hause eines ehemaligen SS-Funktionaers lebt, auch ein junger Haeuslebauer, der die Schoenheit des Ortes ruehmt, und auch die Bilder vom Fest in der „Moststube Frellerhof“ wissen aehnlichen zu berichten. Wie (sehr) das Leben weiter gehen muss, bezeugt ein Lied, dargeboten anlaesslich des Festes, in dem es zu Beginn heisst: „Die Moststube oben beim KZ, die ist wirklich herrlich und nett“. Der Frellerhof zeichnete sich waehrend des Bestehens des KZs fuer die Verkoestigung der SSler verantwortlich.
Dass die Verdraengung bei den EinwohnerInnen Mauthausen mitunter sehr gut funktioniert, zeigt sich auch bei dem bemerkenswerten Interview mit 3 Frauen, die schon zur Zeit des Nationalsozialismus in Mauthausen gelebt haben. Eine der Frauen heiratete „damals“ einen SS-Mann, der im KZ „gearbeitet“ hat. Sie berichtet von der schoenen Hochzeit, die im Standesamt II, das sich im KZ befand, stattfand, ihrem wirklich gutaussehenden Mann etc.. Auf die Greultaten angesprochen, zeigt sie sich schockiert. Sie sei voellig ueberrascht von dem, was die Frau neben ihr gerade berichtet habe. Diese Frau, die nahe des Bahnhofes wohnte, erzaehlte von Massenerschiessungen, dem Toeten von Kindern und dem Gestank der verbrannten Leichen, der ueber ganz Mauthausen lag.

Zum Schluss des Films folgen wir einem Mann am Ende eines Besuchertages auf seinem Kontrollgang durch die Raeume der Gedenkstaette. Er fuehlt sich manchmal „like in ’45″: „You feel it?“ „Yes!“ Die Antwort auf seine Frage hat er sich zwar selbst gegeben, Rex Bloomstein haette wohl aber sehr aehnlich reagiert.

Dem Wunsch des Regisseurs „that we find a courageous theatrical distributor and that it will have a long life in the video/dvd and educational markets“(3) kann ich nur beipflichten.

(1) Bloomstein drehte viele Interviews mit Ueberlebenden, entschied sich dann jedoch, diese Interviews nicht zu verwenden.
(2) Interview mit Rex Bloomstein. Sundance
(3) ebd.

IMDB
mauthausen memorial

Filme von Alexander Kluge und neue Ausgabe von Senses of Cinema.

Die grossangelegte DVD-Edition von Alexander Kluges Werk hatte ich frueher schon einmal beworben. Auf UBU finden sich 8 Filme Kluges, die entweder im Stream angesehen oder downgeloaded werden koennen. Zum Lustmachen auf die DVD-Edition auf jedenfall sehr tauglich!

Erwaehnt sei noch die neue Ausgabe von Senses of Cinema, einem online journal devoted to the serious and eclectic discussion of cinema. Es finden sich wie immer sehr interessante Artikel, ein Spotlight on Robert Bresson, Hitchcock Revisited etc.
http://www.sensesofcinema.com