Mr. Death

short note on:

Mr. Death: The Rise and Fall of Fred A. Leuchter, Jr.
[1999 / Regie: Errol Morris]

Errol Morris‘ film is a lot from different from the documentaries reviewed below. Mr. Death: The Rise and Fall of Fred A. Leuchter, Jr. is as one comment on imdb puts it „on of the best examinations of a person’s life committed to film“. I think that’s true. From the 2 movies i know Morris appears to be kinda maniac. The Fog of War (2003) is crazier than this one, but even in this earlier film (1999) one can literally feel the hours and hours Morris put into creating the film, including all the different ideas he had. In Mr. Death music is very important, important in accentuating the themes. One can hear real empathic music, ringing the bell. Then you have the fancy pictures. Lots of noirish (Film Noir) ones, some real stylish ones when Leuchter is interviewed (it took me half the film to get rid of idea that this is a fake documentary and the person questioned is no one else but Morris himself!), manipulation of color, slow-motion etc. It works very well at times! For instance the shots on the highway. The combination of b/w pictures with cross-fade is just perfect for this metaphorical scene. One can pretty much feel the situation this man is in.
For a summary of the plot just go to the imdb page.

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Kz

Kz
[2006 / Regie: Rex Bloomstein]

Das in Oberoesterreich gelegene Konzentrationslager Mauthausen war ein KZ der Kategorie III („Vernichtung durch Arbeit“). Zwischen 1938 und 1945 starben in Mauthausen und seinen zahlreichen Nebenlagern etwa 100000 Menschen.

Bloomsteins Dokumentation ueber die Stadt und das KZ Mauthausen bewegt sich sehr langsam, ueberlegt. Es gibt keine visuellen Effekte, Animationen, schnellen Schnitte oder dramatische Musik. Auch verwendet er kein Archivmaterial und befragt keine Ueberlebenden(1) – „The film is more interested in how the past intrudes on the present, and ultimately, the future.“(2)

Der Film beginnt mit einer Reisegruppe, die noch einen Bummel durch eine andere oesterreichische Stadt zu machen scheint, bevor das naechste Ziel, „KZ Mauthausen“, auf dem Programm steht. Im Bus faehrt die Kamera direkt mit bis vor die Tore der KZ-Gedenkstätte. Sofort denken wir an „Holocaust-Tourismus“ und in der Tat wird dieses Phaenomen im Laufe des leider viel zu kurzen Films noch mehrere Male zu beobachten sein. Beobachten koennen wir auch eine Schulklasse. Die SchuelerInnen sind beim Betreten des Gelaendes entspannt, teilweise scherzen sie, unterhalten sich locker. Kurz nach Beginn der Fuehrung hat sich das voellig veraendert. Die Kamera beobachtet mit sehr langen, man moechte fast sagen „intimen“, Einstellungen, den Ernst, das Nachdenken, das Grauen, das sich auf den Gesichtern der SchuelerInnen abzeichnet. Geleitet werden die Fuehrungen von Zivildienstleistenden und mindestens noch einer weiteren Person, die auch noch viel ueber die Stadt und das KZ zu berichten weiss.
Im Laufe des Films folgt die Kamera noch weiteren Schulklassen und „Erwachsenengruppen“ und laesst den Zuschauer praktisch selbst an der Fuehrung teilnehmen.

Einen weiteren Teil des Films stellen die Interviews mit EinwohnerInnen der Stadt Mauthausen dar. Grundtenor dabei ist: Das Leben muss weitergehen. Dies sagt ein Ehepaar, das im Hause eines ehemaligen SS-Funktionaers lebt, auch ein junger Haeuslebauer, der die Schoenheit des Ortes ruehmt, und auch die Bilder vom Fest in der „Moststube Frellerhof“ wissen aehnlichen zu berichten. Wie (sehr) das Leben weiter gehen muss, bezeugt ein Lied, dargeboten anlaesslich des Festes, in dem es zu Beginn heisst: „Die Moststube oben beim KZ, die ist wirklich herrlich und nett“. Der Frellerhof zeichnete sich waehrend des Bestehens des KZs fuer die Verkoestigung der SSler verantwortlich.
Dass die Verdraengung bei den EinwohnerInnen Mauthausen mitunter sehr gut funktioniert, zeigt sich auch bei dem bemerkenswerten Interview mit 3 Frauen, die schon zur Zeit des Nationalsozialismus in Mauthausen gelebt haben. Eine der Frauen heiratete „damals“ einen SS-Mann, der im KZ „gearbeitet“ hat. Sie berichtet von der schoenen Hochzeit, die im Standesamt II, das sich im KZ befand, stattfand, ihrem wirklich gutaussehenden Mann etc.. Auf die Greultaten angesprochen, zeigt sie sich schockiert. Sie sei voellig ueberrascht von dem, was die Frau neben ihr gerade berichtet habe. Diese Frau, die nahe des Bahnhofes wohnte, erzaehlte von Massenerschiessungen, dem Toeten von Kindern und dem Gestank der verbrannten Leichen, der ueber ganz Mauthausen lag.

Zum Schluss des Films folgen wir einem Mann am Ende eines Besuchertages auf seinem Kontrollgang durch die Raeume der Gedenkstaette. Er fuehlt sich manchmal „like in ’45″: „You feel it?“ „Yes!“ Die Antwort auf seine Frage hat er sich zwar selbst gegeben, Rex Bloomstein haette wohl aber sehr aehnlich reagiert.

Dem Wunsch des Regisseurs „that we find a courageous theatrical distributor and that it will have a long life in the video/dvd and educational markets“(3) kann ich nur beipflichten.

(1) Bloomstein drehte viele Interviews mit Ueberlebenden, entschied sich dann jedoch, diese Interviews nicht zu verwenden.
(2) Interview mit Rex Bloomstein. Sundance
(3) ebd.

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mauthausen memorial

Filme von Alexander Kluge und neue Ausgabe von Senses of Cinema.

Die grossangelegte DVD-Edition von Alexander Kluges Werk hatte ich frueher schon einmal beworben. Auf UBU finden sich 8 Filme Kluges, die entweder im Stream angesehen oder downgeloaded werden koennen. Zum Lustmachen auf die DVD-Edition auf jedenfall sehr tauglich!

Erwaehnt sei noch die neue Ausgabe von Senses of Cinema, einem online journal devoted to the serious and eclectic discussion of cinema. Es finden sich wie immer sehr interessante Artikel, ein Spotlight on Robert Bresson, Hitchcock Revisited etc.
http://www.sensesofcinema.com

Iraq In Fragments

Iraq In Fragments.
[2006 / Regie: James Longley]

Der erste & beste Film der Coen-Brueder, BLOOD SIMPLE, hat beim Sundance Film Festival den Grand Jury Prize gewonnen und obwohl in den letzten Jahren auch diverse schlechte Filme da Preise gewonnen haben, uebt Sundance, seitdem ich um den Award fuer die Coen-Brueder weiss, eine magische Anziehungskraft auf mich aus. IRAQ IN FRAGMENTS lief da 2006 im Wettbewerb und erhielt auch diverse Preise (groesster Erfolg bleibt wohl aber die Oscar-Nominierung).

Die Dokumentation besteht aus 3 Teilen. Es gibt keinen Erzaehler oder Interviewer. Die Kamerab beobachtet die Menschen, hoert ihnen zu.
„Mohammed of Baghdad“ ist ein 11-jaehriger Junge, der in der Werkstatt seines Onkels arbeitet. Er erzaehlt von seinem Leben. Pilot moechte er werden, um schoene Orte sehen zu koennen, nicht nur den Irak. Er erzaehlt von seiner Arbeit, aber auch, die Kamera folgt ihm dahin, von der Schule. Mohammed ist seit 4 Jahren in der 1. Klasse und kann noch nicht mal den Namen seines Vaters schreiben – das macht seinen Onkel wuetend. Wir sehen auch, wie der Onkel dem Jungen am Ohr zieht, ihn anbruellt, ihm einen „Klaps“ gibt, wie der Junge weint und trotzdem lieber sterben moechte als an seine alte Arbeitsstelle zurueckzukehren.
Die Maenner reden von Politk, dem, warum die Amis da sind. Der Onkel von Mohammed haette gern „Saddam“ zurueck, damit jener sehen kann, was aus dem Irak geworden ist „Es wird jeden Tag schlimmer!“

„Sadr’s South“ folgt Anhaengern von Muktada as-Sadr (in „Sadr City”), „radicals“, die „Amerika“ aus ihrem Land vertreiben wollen. Wieder verleiht die Kamera den Menschen Gehoer, ihren Erzaehlungen von „Civil Disobedience“ gegen die Besatzer und dem Streben nach wirklicher Demokratie & freien Wahlen. Nur wenige Augenblicke spaeter werden wir aber auch Zeuge von Hasspredigen und „Festnahmen“ von Alkoholverkaeufern.
Eine Gruppe von Maennern – die einzige Frau, die im ganzen Film zu Wort kommt, bittet um die Freilassung ihres Mannes, der faelschlicherweise als Alkoholverkaeufer festgenommen wurden sein soll – schlaegt moderate Toene an und gibt zu Bedenken, dass „Amerika“ die irakische Bevoelkerung studieren muesse und nicht mit dem Panzer kommen, um sie zu veraendern.

„Kurdish Spring“ folgt einer Familie in den Norden Iraks. Ein Mann spricht davon, dass die Zukunft des Iraks „will be in three pieces“: den Anhaengern der Sunna, denen der Schia und den Kurden – und es muss zeigen, ob alle 3 zusammen leben koennen.

IRAQ IN FRAGMENTS ist James Longleys 2. Film. 2 Jahre hat er dafuer im Irak gelebt. Angefangen zu drehen hat er 2003, nach Ende des Krieges. In einem Interview, dass auch als Extra auf der DVD zu finden ist, berichtet er davon, wie einfach es damals war in den Irak zu kommen und sich dort frei zu bewegen. Heute waere das nicht mehr moeglich.
Ganz allein, ohne Kamerateam oder Security, nur mit einem Apple G4, 2 500GB grossen externen Festplatten und 2 Panasonic DVX100A Kameras, hat Longley den Film gedreht. Im Interview berichtet er auch davon, wie es aufgrund der kleinen (unbedrohlichen) Kamera, dem nicht vorhandenen Team und der langen Zeit, die er im Irak gelebt hat, moeglich war, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen.

Die Kameraarbeit bei IRAQ IN FRAGMENTS ist wirklich sehr interessant! Im ersten Teil schafft es Longley innerhalb der ersten 5 Minuten durch das Zusammenspiel von Zeitraffer & Zeitlupe, dem Wechsel der Einstellungen von der Totale bis zur Grossaufnahme, ein Bild des Ortes zu vermitteln, diese Welt dem Zuschauer nahe zu bringen. Der Effekt, der mitunter leicht verwackelten/rasanten kleineren Digitalkamera und dem Folgen des Junges auf dem Fusse, was auch an den kriegsberichterstattenden „embedded journalist“ denken laesst, verstaerkt dies noch.
Im 2. Teil sind es zu Beginn sehr lange Einstellungen, spaeter dann schnelle Schnitte, die die aufgeladenene Stimmung sehr gut einfangen. „Kurdish Spring“ zeigt dann auch sehr viele schoene, fast idyllische Bilder.

James Longley plant bereits einen weiteren Film ueber den „mittleren Osten“. Tumbe Amerikakritik oder spektakulaere Bilder wird es wohl auch da wieder nicht geben.

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Stinking Lizaveta

my intellectuality is on a hiatus, so i gotta ramble on music i dig: stinking lizaveta. i did an interview with the band darediablo quite a while ago (you can read it here: sagacity) and they recommended STINKING LIZAVETA! downloaded one of their recordings, enjoyed it for a while and then almost forgot about ‚em again. now they‘ve been on tour, germany as well, and as it happens with all the few good bands touring germany i missed ‚em. they‘re still doing some shows on the continent, but the netherlands and england – that’s way too far. i heard people saying they do a good live performance, so i checked out youtube and found quite a few vidz proving i made a big mistake not witnessing STINKING LIZAVETA on stage!!! don‘t know much about ‚em. a three piece. rumours say the drummer is always 50. the guys on bass and guitar have the same surname, papadopoulos – they might be brothers?. go find out yourself . amazing band!

data="http://www.youtube.com/v/jDRHGJE1uvs">

another video from the same set:

data="http://www.youtube.com/v/yit6xsWVyeI">

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