DEAD OF THE COWARD.

THIS BLOG IS DEAD. LONG LIVE THE NEW ONE, long live REFUS!, REFUS!, REFUS!

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Badlands.

Little did I realize that what began in the alleys and backways of this quiet town would end in the Badlands of Montana.

Assoziatives zum Wochenende, Teil 3.

Wie versprochen, heute das ASSOZIATIVE zum Thema Familie:

Die Familie, Monsieur, gibt es sie denn? Ich glaube nicht an die Familie in einer Gesellschaft, die beim Tode des Vaters oder der Mutter die Gueter aufteilt und jedem sagt, er solle seiner Wege gehen. Die Familie ist ein vom Zufall geschaffener, zeitlich begrenzter Verband, den der Tod sofort loest. Unsere Gesetze haben die grossen Geschlechter, die ererbten Vermoegen, die alten Vorbilder und Traditionen zerschlagen. Ich sehe nur Truemmer um mich her.

(Honoré de Balzac, Die Frau von 30 Jahren)

Das Zusammenleben eines Ehe- oder Liebespaares ist die auf ihre einfachste Form reduzierte Ungeselligkeit…

(Charles Fourier, Monogamie/Polygamie, zitiert nach Heimlichkeiten der Maenner, S. 101)

Unbedingte, nichtreflektierte und inhinterfragte Loyalitaet fordernd und Liebe bloss als Streicheleinheit kennend, erinnert der Familienzusammenhang eher an ein Verhaeltnis wechselseitiger Haustierhaltung als eine Gemeinschaft sich zueinander erhaltender autonomer Subjekte.

(Natascha Wilting, Grundprinzip: Wertabspaltung, Bahamas 33, S.52)


Ein Film von Ulrich Seidl.

Christian Petzold & Nina Hoss.

Noch ein kurzer Vermerk:

Ich bin jetzt Fan von Christian Petzold & Ninna Hoss! Die Innere Sicherheit hatte ich mal vor Jahren gesehen und habe den als einen typisch dt. Film in Erinnerung, gedreht von einem jungen, wilden Regisseur, der auch zeigen muss wie nah er am Puls der Zeit ist und der sich auch traut heisse Eisen anzufassen. Uebrigens ganz aehnlich meiner Wertung der Filme, die unter diesem diffusen Banner Berliner Schule firmieren. Teilweise sind das wirklich Vorurteile einer Schule gegenueber, die, zumindest kommt es mir es so, sich nicht durch bestimte Charakteristika verstehen laesst und auch nicht wirklich sicher auszumachen ist, wer da nun dazu gehoert. Auf der anderen Seite kenne ich auch einige der Filme und da ist es schon oft so wie bei Die Innere Sicherheit, es wird sich kompromisslos gegeben, aktuelle Probleme unserer Gesellschaft aufgegriffen und viel zu oft endet es in filmischen Phrasen, die auch nur zeigen, was gerade En Vogue ist.
Von Petzold habe ich bisher Gespenster, Yella und Toter Mann gesehen (Die Innere Sicherheit werde ich dann in naher Zukunft noch einmal sichten). Alles 3 wirklich gute, auch handwerklich gute, Filme, die weit ueber dem Durchschnitt liegen, von dem, was so aus Deutschland kommt. Alles Lob, das Nina Hoss im Zuge der Berlinale und auch jetzt im Rahmen des Kinostarts fuer ihr Spiel in Yella bekommen hat ist absolut gerechtfertigt!
Georg Seeßlen sagt: Yella ist ziemlich sicher etwas, das man altmodisch ein Meisterwerk nennen darf. Es bleiben zu wuenschen, dass Nina Hoss & Christian Petzold noch haeufig zusammen arbeiten werden.

Yella.
Noch ein guter Artikel zu Yella: hier.